Der Kampfverbund Zanari trifft sich einmal pro Jahr um wichtige Entscheidungen zu treffen auf dem sogenannten „Zanari Thing“. Die Veranstaltung findet in einem ehemaligen Steinbruch statt, der zum ersten Mal im 14. Jahrhundert als „Königsbruch“ erwähnt wurde und jetzt ein malerisches Naturdenkmal ist. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird mit befreundeten Gruppen gekämpft und gelagert. Das taktisch reizvoll Gelände wird im Waldkampf und im „War Game Steinbruch“ voll ausgenutzt.

Zanari Thing

Das Zanari Thing findet seit 2010 im Steinbruch bei Demling statt. Der Kampfverbund versammelt sich auf seinem Thing-Platz, um ein Jahresfazit zu ziehen und über seine gegenwärtigen und künftigen Anwärter zu entscheiden.

Neben der Zusammenkunft wird natürlich auch ausgiebig gefochten. Der Steinbruch bietet viele Möglichkeiten Gelände-taktische Manöver durchzuführen. Neben dem klassischen Waldkampf, bei dem eine Gruppe von der gegnerischen gesucht und vernichtet werden muss, wird seit dem Zanari Thing 2012 auch im sog. „War Game“ gekämpft.

Die Regeln, der Ablauf und die Ziele dieses „War Games“ wird im Folgendem dargestellt:

 

I. Regelwerk

Er wird das Regelwerk der sogenannten HIKG-Regeln angewandt (für Details bitte Link anklicken). Zusätzlich gelten folgende Regelungen:

Fernkampfwaffen (Bögen mit Polsterpfeilen und Wurfspeere) treffen auf Oberschenkel, Torso und Schultern

  • Zugkraft der Bögen max. 30 Pfund

  • Es werden nur LARP-Pfeile zugelassen!

 

II. Ablauf

Die anwesenden Kämpfer werden in zwei gleichstarke Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekommt einen Stützpunkt zugewiesen.

Im Stützpunkt werden Bänder an einen Baum o.ä. locker angebunden.
Ziel des Spiel ist es, dass die Kämpfer von Gruppe A diese Bänder von Gruppe B erbeuten und umgekehrt. Pro Angriff darf nur immer ein Band erbeutet werden.
Sind bei einem Kämpfer alle Trefferpunkte aufgebraucht, muss der Kämpfer sich auf den Boden legen. Ist der „tote“ Kämpfer ein Verteidiger muss dieser solange liegen bleiben, bis die Kampfhandlungen um das zu verteidigende Lager herum eingestellt wurden. Danach muss der „Gefallene“ zu einem vorher festgelegten Punkt gehen, eine bestimmte Zeit warten und darf dann wieder in den Kampf eintreten (muss nicht zum eigenen Lager zurückkehren).
Das Spiel wird nicht unterbrochen! Erzielt Gruppe A einen Punkt müssen alle angreifenden Kämpfer von Gruppe A zum Lager zurückkehren. Findet z.B. zeitgleich ein Angriff von Gruppe B auf das Lager von Gruppe A statt, während Gruppe A einen Punkt macht, dann muss Gruppe B ihren Angriff NICHT abbrechen und ein möglicher Punkt von B ist rechtens.

 

Ziele des gewählten Ablaufs


 Im Rahmen dieses Ablaufs bietet es sich an das Gelände auszunutzen, indem man z.B. Hinterhalte legt oder seinen Stützpunkt taktisch klug wählt. Des Weiteren spielt die Ressourceneinteilung eine wichtige Rolle wie z.B. viele Kämpfer zum Angriff/zur Verteidigung eingesetzt werden oder welchen Anteil jede Rüstungsklasse in der Gruppe einnimmt.
Das Spiel wird nicht unterbrochen um die Spannung aufrecht zu erhalten.

 

Das „War Game Steinbruch“ hat mehrere Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Linienkampf:


• Längere Gefechte
• höhere Bewertung des eigenen Trefferpunkt
• Einsatz von Fernkampfwaffen
• Die Eliminierung des Gegners steht NICHT im Vordergrund
• Einsatz der gelände-taktischer Optionen
• Ressourcenkalkulation
• Keine längeren Unterbrechungen des Spiels, Angriff auch in Pausen möglich

 

III. Fazit

Diese Art des Ablaufs ist natürlich komplexer als Linienkampf im herkömmlichen Sinne und funktioniert nur, wenn alle anwesenden Kämpfer sich an die Regeln halten. Durch die gute Vernetzung der einzelnen Gruppen und die vielen gemeinsamen Veranstaltungen und Trainings sind wir zuversichtlich, dass dieses „War Game“ ein Erfolg wird.

Ambiente und Living History

 

Neben dem Fechten ist uns auch das Ambiente und ein gewisses Niveau beim Living History wichtig. Die Darstellung der Teilnehmer soll für Ihre jeweilige Darstellung historisch korrekt und stimmig sein. Kernkriterien sind hier historisches Schuhwerk und Kleidung, passende Zelte, moderne Schutzausrüstung unter der Kleidung sowie passende Trinkgefäße. Moderne Gegenstände sind zu vermeiden. Falls unvermeidbar, bleiben diese im Zelt und jene geschlossen, damit das Ambiente der Anderen nicht gestört wird. Keine Bierstillleben und Müllberge in den Lagern.
Rauchen (wenn es denn sein muss) Untertags nur in der Waldhütte. Nachts am Lagerfeuer. Kippen bitte ordnungsgemäß entsorgen. Die Autos sind nach dem Ausladen auf den unteren Parkplatz zu fahren!

 

Weitere wichtige Informationen

• Die Waldhütte steht, neben dem Rauchen, nur zum Toilettengang zur Verfügung
• Der Sonntag gilt noch bis 14 Uhr als Veranstaltungstag

 

Anmeldung und Gebühren

 

Jeder Teilnehmer muss 5 € fürs Wochenende bezahlen. Dies bezieht sich auf die Toilettenbenutzung, den Holz- und Wasserverbrauch.
Teilnahme auf eigene Gefahr, eine Haftung des Veranstalters ist ausgeschlossen.