Regelwerk Feldschlacht Furth im Wald

 

Dieses Regelwerk wird auf der freien Feldschlacht im Rahmen des "Cave Gladium" in Furth im Wald angewandt. Der Kampfverbund Zanari führt seit vielen Jahren dort die Organisation. Da sich auf dem Schlachtfeld Darsteller verschiedener mittelalterlicher Epochen begegnen​​, wurde der Codex Belli passend dazu angepasst.

Waffen und Ausrüstung:

 

 

• Waffen, Schilde und Rüstungen dürfen keine scharfe Kanten oder Ecken besitzen.
• Alle Waffen müssen eine Schlagkante von min. 2 mm und abgerundete
   Spitzen haben.
• Die Spitzen der Speere müssen einen aufgeschweißten Punkt haben oder stark abgerundet

   sein.
• Alle W affen dürfen nicht scharfkantig sein.
• Schwerter müssen vor der Schlacht entgratet werden.
• Bögen dürfen nicht mehr als 35 Ibs haben.
• Pfeile und Wurfspeere müssen entsprechend gepolstert werden.
• Nicht erlaubt sind Bluntpfeile und „Aufsteck-Plöppelpfeile“.
• Unter den Polsterungen dürfen sich keine Metallspitzen befinden. Weder scharf noch

   stumpf.
• Schilde dürfen keine Metallränder, Schrauben oder andere scharfe
   Kanten oder Ecken haben.
• Da es sich um eine historische Veranstaltung handelt, wird auf ein mittelalterliches

   Erscheinungsbild bei Kleidung und Waffen Wert gelegt.


Ob der Zustand der Waffen in Ordnung ist, wird vor Ort bei der Waffenabnahme geprüft.

 

Nicht Ordnungsgemäße Waffen, Pfeile und Bögen werden nicht zur Schlacht zugelassen

Körperschutz

 

Mindestrüstungsschutz:


• Helm aus dickem Leder oder aus Metall oder Kettenhaube mit Polsterung

• Feste Handschuhe aus Leder oder Metall (Schweißerhandschuhe sind kein ausreichender 

​     Schutz)

• Torsoschutz z.B. Gambeson, Kettenhemd, Harnisch​

  ABER mindestens einen modernen Brustschutz

 


Empfehlung: Genitalschutz, Ellenbogen- und Knieschoner

 

Dieser Mindestschutz gilt für alle Kämpfer. Bogenschützen sind nicht an diese Reglung gebunden.


Regelwerk und Verhalten:


Jeder Kämpfer hat nur einen Trefferpunkt und verliert diesen, wenn er innerhalb der Trefferzone getroffen wird. Er ist zu keinen Kampfhandlungen mehr befugt und gilt für den Durchgang als ausgeschieden („Tot“).

Alternative:

Die Trefferpunkte der Krieger richten sich nach der Rüstung.
Die ungefähre Einteilung bildet sich wie folgt ab:

1. Kategorie
Jeder Krieger welcher nur den Mindestschutz trägt bekommt einen Trefferpunkt.

2. Kategorie
Jeder Krieger welcher einen dick gepolsterten Leder- oder Leinengambeson trägt bekommt zwei Trefferpunkte.

3. Kategorie
Jeder Krieger welcher eine Plattenrüstung oder ein schweres Kettenhemd mit Gambeson trägt bekommt drei Trefferpunkte.

Jedem Krieger wird vor der Schlacht der genaue Punktewert zugewiesen. Dies ist notwendig, um einen gewissen Grad an Fairness zu gewährleisten.

Diese Reglung ist neu und wurde am Cave Gladium in den letzten Jahren nicht angewandt. Ob sie dieses Jahr angewandt wird, entscheiden die Verantwortlichen vor Ort, da dies von der Zusammensetzung der Teilnehmenden und der Erkenntnisse aus der Heerschau abhängt. Die Informationen werden am Samstagabend an alle Hauptmänner der verschiedenen Gruppen weitergegeben.

Ausnahmen:


• Der Kämpfer verliert seinen Trefferpunkt, wenn er einen Kopftreffer setzt.
  Der Ausführende scheidet aus, nicht der Getroffene.

​• Stechen dürfen nur Speere und Äxte.
• Mit dem Speer gelten nur gestochene Treffer, keine Schnitte. Es wird nur auf die untere 

  Hälfte der Schilder gestochen.
• Faustschläge, Tritte, Schläge mit Schild usw. sind nicht erlaubt.
• Die Teilnahme an einem Gefecht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist nicht erlaubt.

   Die Teilnahme unter 18 Jahren ist grundsätzlich nicht erlaubt.
• Faires Verhalten ist Voraussetzung für ein gelungenes Gefecht.

   Wir kämpfen als Partner, nicht als Feinde!
• Angriffe auf Fernkämpfer, die den Mindestrüstungsschutz nicht tragen sind anzudeuten.
• Nichtkämpfer werden nicht bekämpft.​

Die Organisatoren haben Weisungsgewalt, ihren Entscheidungen ist sofort Folge zu leisten, Unstimmigkeiten dürfen nur nach der Feldschlacht mit der Organisatoren ausgeräumt werden.


Lauthalse Streitereien sowie übertriebene Härte werden nicht geduldet. Es wird absolute Disziplin und Sportlichkeit vorausgesetzt.

 

 

Beim Verstoß gegen eine dieser Regeln kann es zum Ausschluss des Kämpfers kommen.

Jeder Teilnehmer nimmt auf eigene Gefahr und Verantwortung teil. Haftungsansprüche gegenüber dem Veranstalter/Organisator sind ausgeschlossen.
 

 

Ambiente:

 

Schöner sterben:


Aus Gründen der Sicherheit und des Ambientes müssen alle „Gefallenen“ zu Boden gehen. Anzuraten ist, sich in „Embryonal-Stellung“ zu begeben und ggf. Schild über den Kopf ziehen.
Theatralisches Sterben für das Publikum als schönen Nebeneffekt.

 

Sturm aufs Publikum:


Nach dem Ende der Feldschlacht stellen sich alle beteiligen Kämpfer noch einmal dem Publikum gegenüber auf um sich zu verabschieden.
Auf Befehl des Kommandanten stürmen alle zum Angriff auf das Publikum. Natürlich wird das Publikum nicht überrannt. Es ist deutlich vorher abzubremsen.

 

Ablauf:

 

Heerschau (=Training)


Jeder Kämpfer und Bogenschütze muss zur Heerschau kommen, um seine Tauglichkeit zu beweisen!
Die Anwesenheit bei der Heerschau wird gekennzeichnet.

 

Falls ein Kämpfer vor der Feldschlacht keine Kennzeichnung aufweist, darf er NICHT an der Feldschlacht teilnehmen!

 

Feldschlacht


Bei der großen Feldschlacht am Sonntag werden fünf Durchgänge gefochten.

Die Seite, welche die meisten Siege davon trägt, ist der Sieger.

Waffen und Trefferzonen


1.Kategorie: Trefferzone ist hellblau NUR STICHE bzw. Geschosse

Speere, Einhandspeere, Langäxte, Bögen, gepolsterte Wurfspeere, Hellebarden trifft Achselhöhle abwärts bis einschließlich Oberschenkel

 

2. Kategorie: Trefferzone ist dunkelblau und hellblau NUR SCHLÄGE

Schwerter aller Art, Äxte aller Art, Dolche, Saxe usw. trifft auf Oberarm, Torso und Oberschenkel​

Die Trefferzone von hinten entsprechen den von vorne


Verbotene Waffen:

Wucht- und Kettenwaffen (Flegel, Keulen, Streitkolben, Morgenstern, Peitschen usw.)

scharfe Waffen (auch Essmesser müssen vor der Schlacht abgelegt werden)

 

Supported by:

Franz J. Czink

Geschäftsstellenleiter Landshut

ERGO Lebensversicherung AG

Am Alten Viehmarkt 5, 4. OG

84028 Landshut

Mobil     (0170)  80 13 710

e-mail: Franz.Czink@ergo.de

Danksagung an alle Fotografen, welche uns ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben.

Insbesondere an Frau C., Kasia, Julius Bogar, Ansgar, FotoFloh und Loki.

© 2013 by Kampfverbund Zanari

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